Volvo 345 am Straßenrand

Vor 40 Jahren stellte der schwedische Autobauer Volvo den Volvo 343 (Serie 300, 4 Zylinder, 3 Türen) vor. Drei Jahre später stellte Volvo dem Dreitürer mit dem Volvo 345 einen Fünftürer zur Seite. Der kompakte Volvo war ein paneuropäisches Auto. Denn dieser Volvo hatte seine Wurzeln in den Niederlanden und wurde von einem Motor aus Frankreich angetrieben. Weiterlesen

#SoGehtCoupé – Coupés soweit das Auge reicht bei der Premiere des Audi A5 Coupé

Am Donnerstagabend war ich bei der Weltpremiere des neuen Audi A5 Coupé eingeladen. Mit einer eindrucksvollen Show stellte Audi am Firmensitz in Ingolstadt die zweite Generation seinen Mittelklasse-Coupés vor. Keine Angst, ich beschränke mich an dieser Stelle weiter auf Klassiker. Und da bot die Show in Ingolstadt tatsächlich einiges. Denn die Verantwortlichen nutzten die Premiere auch, um auf lange Coupé-Tradition des Hauses hinzuweisen. Weiterlesen

Mercedes-Benz /8 am Straßenrand

Plötzlich steht da ein Mercedes-Benz /8 und mir ist spontan mal wieder nach einem Handy-Foto. Als ich vor ein paar Tagen aus dem Haus ging, nahm ich mir vor, den nächsten Oldtimer, der mit begegnet, hier im Blog zu posten. Ein lustiges Spiel, auch weil natürlich ich absolut keine Ahnung hatte, was mir als nächstes vor die Linse fahren würde. Und wann das passieren würde. Weiterlesen

March 783 – Formel 3 von 1978

Am vergangenen Wochenende war ich Hockenheim als Streckensprecher im Einsatz. Zwischen den Läufen, die ich moderieren durfte, habe ich mich – natürlich – wieder etwas im Fahrerlager umgesehen. Schließlich will auch der eigenen Kanal bei Instagram mit „Leben“ gefüllt werden.

March 793

March 783 in Hockenheim

Gefallen hat mir dieser March 783, den der britische Rennwagenbauer March 1978 für die Formel 3 sowie die Formel Super V baute. Insgesamt entstanden 1978 elf Exemplare des Rennwagens. Dieser trägt das Originalkleid des Astra Racing Team für das 1978 Teo Fabi fuhr. Damals wie heute ist der 783 mit einem vom italienischen Tuner Novamotor vorbereiteten Toyota-Motor unterwegs. Möglich war aber auch der Einbau von Motoren von Volkswagen, was damals aber nur in der Formel Super V vorkam, sowie Alfa Romeo und Triumph.

Am Steuer saßen unter anderem Piloten wie Teo Fabi, Michael Korten, Nigel Mansell, Tiff Needell oder Chico Serra. Der Brasilianer Serra konnte mit dem 783 immerhin drei Läufe der britischen Formel 3 Meisterschaft gewinnen. Und das obwohl March bei der Aerodynamik des Rennwagens weiter auf einen verstellbaren Frontflügel verzichte. Denn March setzte auch beim Modell 783 weiter auf die typische Gestaltung der Fronthaube. Wohl auch, weil diese Form bis Ende der 1970er-Jahre so etwas wie der Klassenstandard der Formel 3 war. Denn auch die F3 von Tico Martini, Chevron und Ralt oder der von Dallara gebaute Wolf WD1 sahen 1978 noch ähnlich aus.

Erst 1979 änderte sich das. Ralt stellte mit dem RT-3 einen „kleinen“ F1 mit Ground effect für die Einsteigerklasse Formel 3 auf die Räder und vertraute dabei auch auf einen Frontflügel. Worauf March auch 1979 zunächst verzichtete. Denn in Bicester spendierte man dem 783 „einfach“ ein paar Seitenkästen, einen geänderten Unterboden und Seitenschürzen – fertig war der Formel-3-Rennwagen 793 mit Ground effect. Das funktionierte sogar 1979 noch so gut, dass March das Konzept für den Renner 1980 übernahm. Doch jetzt war der fehlende Frontflügel langsam ein Problem. Der 803 war erst konkurrenzfähig, als March ihm als B-Modell nachträglich auch einen Frontflügel spendierte.

Außenspiegel oder die Verlust der Vielfalt

Der Außenspiegel ist ein Sicherheitsinstrument, das das Beobachten des rückwärtigen Verkehrsgeschehens erleichtern und das Führen eines Fahrzeugs damit sicherer machen soll.

Wobei – die Autowelt war immer eine sehr maskuline Welt – der Einsatz eines Spiegels zunächst nur Frauen empfohlen wurde. 1909 schieb die Engländerin Dorothy Levitt in ihrem Buch „The Woman and the Car: A Chatty Little Handbook for the Edwardian Motoriste„:

„Frauen sollten an geeignetem Platz im Auto einen kleinen Handspiegel mitführen und ihn von Zeit zu Zeit hoch nehmen, um während der Fahrt im Verkehr nach hinten zu blicken.„

Außenspiegel, früher war mehr Vielfalt rund

1911 gewann der Amerikaner Ray Harroun die 500 Meilen von Indianapolis mit einem am Fahrzeug montierten Außenspiegel. Denn dank dieses Spiegels konnte Haardünn auf den zuvor üblichen Beifahrer, der die Strecke beobachtete, verzichten. Das sparte Gewicht und erwies sich so als Vorteil.

Kurze Zeit später boten erste Autohersteller an ihren Fahrzeugen ebenfalls Spiegel an. Doch erst mit Siegeszug der Limousine in den 1930er und 1940er-Jahren wurden die Außenspiegel Standard. Denn bei einem geschlossenen Fahrzeugkörper hat der Fahrzeugführer nur mit ihnen notwendigen Überblick.

Wobei die Außenspiegel zunächst meist nur auf der Fahrerseite verbaut wurden. Bis in die 1980er-Jahre war ein zweiter Spiegel bei vielen Herstellern ein typisches Extra, das nur gegen Aufpreis ans Fahrzeug montiert wurde. Und tatsächlich gern geordert wurde. Das machte den zweiten Spiegel für die Hersteller und den Vertrieb zu einem guten Geschäft.

Wer heute über eine Oldtimer-Messe schlendert, der sieht, wie unterschiedlich Außenspiegel bis in die 1970er-Jahre geformt waren. Zudem wurden sie gerne auch mal auf den Kotflügeln verbaut. Getreu dem Grundsatz „Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel“ lies sich damit die Sicht verbessern.

Ich habe ich in den letzten Wochen mal auf den Oldtimer-Messen, die sich besucht habe, umgesehen und ein paar Außenspiegel, die mir besonders gefallen haben, fotografiert.  Ein paar der Bilder entstanden in Bremen, andere auf der Techo Classica in Essen. Wobei das natürlich eine ganz subjektive Auswahl ist, doch schaut selbst. Diese Spiegel haben wir gefallen.

Interessant auch, dass es die Spiegel auch als Zubehör im freien Handel gab. Wer also mit dem serienmäßigen Außenspiegel an seinem Auto nicht zufrieden war, der fand im Zubehörhandel oft eine Alternative. Auch das ist heute wohl undenkbar. Denn mit Sensoren, Heizelementen und den elektrischen Einstellmöglichkeiten sind die Spiegel längst integraler Bestandteil unser Autos.

Zudem sehen sich die Spiegel aus Kostengründen sowie durch das Diktat der Aerodynamik bei heutigen Fahrzeugen meist ziemlich ähnlich. Wobei die Hersteller, wenn sie denn dürften, wohl ganz auf den Spiegel verzichten würden, um Kameras einzusetzen. Schließlich würden diese die Aerodynamik der modernen Fahrzeuge noch weniger beeinflussen.