Unterstützung für eine Petition zum Verbot von Umweltzonen

veröffentlicht am 01.02.2010, 21:40

Über die sog. „Umweltzonen“ wird seit ihrer Einführung erbittert gestritten. Sie sind ein absolutes „Muss“, um die Umwelt zu schützen, sagen ihre Befürworter. Für ihre Gegner sind die Umweltzonen sinnlos und eine dreiste Enteignung. Denn aus für sie zweifelhaften Gründen wird ihrem Fahrzeug der Zugang zu Innenstädten verwehrt.

Kippt die Umweltzonen
Kippt die Umweltzonen!

Und auch wenn die Städte ihre Umweltzonen nach inzwischen zwei Jahren (natürlich) rechtfertigen, bleiben die Kritiker skeptisch und lassen Zahlen dagegen sprechen. Sie führen an, dass in der Berliner Innenstadt seit dem Frühjahr 2008 ein Fahrverbot für ältere Autos gilt. Trotzdem wurde an einigen Stellen ein Anstieg der Feinstaubkonzentration von bis zu fünf Prozent verzeichnet. Und es ist Wasser auf ihre Mühlen, dass die Vergleichswerte im von einer Umweltzone bisher verschonten Potsdam „nur“ einen Anstieg der Feinstaubkonzentration von maximal 2,1 Prozent ausweisen.

Die Diskussion bleibt schwierig, auch wenn das Schlimmste bisher verhindert werden konnte. Denn die Überzeugungstäter in den Rathäusern dieser Republik lassen sich von den gegen die Umweltzonen vorliegenden Argumente nicht beirren. Sie reden ihre Umweltzonen schön und halten weiter an ihren Plänen fest. Dabei fühlen sie sich auch dadurch bestätigt, dass die sich vermeintlich einstellende Modernisierung des KFZ-Bestands als Konjunkturprogramm wirken könnte. Doch auch dieser Ansatz ist eine Milchmädchenrechnung, denn im Zuge der Herstellung eines Autos fallen rund 2/3 der Gesamtumweltbelastung eines Fahrzeugs an. Egal wie lange dieses Auto auf unseren Straßen unterwegs sein wird!

Man könnte das auch Enteignung nennen!

Von der Einführung der Umweltzonen versprachen sich ihre Befürworter eine Verbesserung der Luftqualität. Diese soll sich durch die über das Fahrverbot erzwungene Modernisierung der Fahrzeugflotte quasi von alleine einstellen. Denn diese Aussage, die Politiker tatsächlich so treffen, belegt, dass durch die Einführung der Umweltzonen Bürger zum Umstieg auf andere Fahrzeuge oder Verkehrsmittel gezwungen werden sollen. Ärgerlich ist dabei, dass die Umweltzonen ohne eindeutige wissenschaftliche Belege eingeführt wurden. Fast hat man den Eindruck, dass die Politik auch in dieser Frage irgendwie nach dem Prinzip von „Trial and Error“ gearbeitet hat.

Schluss mit diesem Wahnsinn

Mit einer Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages versuchen jetzt Bürger dem Wahnsinn ein Ende zu machen. Sie fordern den Deutschen Bundestag auf, Umweltzonen flächendeckend abzuschaffen und die Neuschaffung weiterer Umweltzonen zu verbieten.

Bis zum 02.03.2010 kann man sich dieser Petition online anschließen!

 

Bisher kommentiert:


1
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muetze
Tuesday, den 02. February 2010 um 11:00
So ist gut. ich hoffe das die petition auch was bringt. und dann kommst du gleich in meinen Feedreader rein damit ich dich nicht vergess. schau doch auch mal bei mir rein.
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BO
Tuesday, den 02. February 2010 um 19:15
Das muss unterstützt werden, auch wenn das unsere Politiker wahrscheinlich gar nicht interessiert
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Ich sage!
Friday, den 05. February 2010 um 14:33
Natürlich ist die Petition sinnlos, da machen im Moment gerade einmal rund 5000 Leute mit, aber man muss es versuchen! Denn wer nichts probiert, der kann auch nichts erreichen.
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jj
Monday, den 08. February 2010 um 21:59
Grundsätzlich macht es ja alles Sinn gegen diese Unsinnszonen aufzumucken - aber wenn eine Petition vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt, dann schüttelt halt so mancher seinen Kopf und klickt weiter.
Deswegen habe ich diese Petition nicht verlinkt - dumm rumplärren bringt nix, die Argumente sind zusätzlich schwach und nicht ausreichend. Schade - Chance vertan.
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Tom
Tuesday, den 09. February 2010 um 07:01
Wir haben über diesen Link hier auch länger gestritten und uns am Ende aber dafür entschieden, einen Link zu setzen. Denn das ganze System der Umweltzonen ist doch völliger Blödsinn und bringt nichts. Ich gebe Dir allerdings recht, dass diese Petition für einen Erfolg in der Tat wohl zu naiv betrieben wurde.
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jj
Tuesday, den 09. February 2010 um 16:10
Stimmt ja, daß man dagegen angehen muß. Hier in München sind wir recht rege, aber als Petition im Bundestag bringt das gar nichts, die Argumente müssen anders kommen, es sind ja die Städte und nicht der Bund, die die Unsinnszonen beschließen. Und da hilft eine Petition gar nichts.
Anyway, das Thema ist meiner Ansicht nach eh erst am Anfang, demnächst geht es mit Stickoxiden u.ä. weiter, da wird es dann auch eng mit den H-Kennzeichen. Ich weiß gar nicht, wieviel Bapperl dann auf die Windschutzscheibe müssen ... neben den Mautaufklebern von Österreich und der Schweiz, der schwarzen "1" uvm.
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Peter
Tuesday, den 09. February 2010 um 22:45
Die neuesten Zahlen habe mal wieder gezeigt das die ganze Umweltzonengeschichte an den Haaren herbeigezogen ist. Und solange Firmen ihren selbst nicht aufgebrauchten "Umweltverschmutzungsanteil" verkaufen dürfen wird sich an der Umweltverschmutzung nichts ändern! Die Fahrzeuge ohne Kat sind mit Sicherheit nicht dran Schuld!


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