Oldtimer Blog-Review #2

Zeit ist ein knappes Gut. Kaum ein Auto-Blogger kann alle Ideen verwirklichen, die einem so einfallen. Meine Oldtimer Blog-Reviews gehören dazu. Eigentlich wollte ich hier regelmäßig aufgreifen, was andere Auto-Blogger über Youngtimer oder Oldtimer schreiben. Bisher blieb es bei genau einer Ausgabe; aber immerhin schaffe ich heute die zweite Ausgabe.

Seit neun Jahren gehört ein Mini, Baujahr 1980 zu unserem Haushalt. Über unsere blubbernde Rennmaus habe ich auch hier im Oldtimer-Revier von Zeit zu Zeit schon geschrieben. Und offensichtlich bin ich nicht der einzige Auto-Blogger, der automobile Klassiker mag.

Jens von rad-ab nimmt zurzeit das Projekt Youngtimer 2014 in Angriff, einmal pro Woche will der Bielefelder in den kommenden Wochen über den Fortschritt des Projekts schreiben. In der ersten Folge stellt Jens den 23 Jahre alten Nissan Bluebird vor, beschreibt die Versicherungssuche und kündigt die Anmeldung an.

Da Jens seine Versicherung monatlich bezahlen möchte, schränkt er die Auswahl ziemlich ein. Nicht alle Anbieter haben Interesse an einer monatlichen Zahlweise. Die Versicherer, die sie akzeptieren, verlangen in der Regel einen Ratenzahlungszuschlag von fünf Prozent, was für sie heute gar keine schlechte Rendite ist.

Ich habe zum Spaß mal gerechnet, was der Nissan bei der von mir immer empfohlenen deutschen internet versicherung kosten würde – es wäre weniger. Aber mit der monatlichen Zahlung kommt man auch im Hause meines primären Brötchengebers nicht zurecht. Unser Internet-Versicherer bietet diese Zahlweise nicht ebenfalls nicht an. Trotzdem schlägt Jens mit dem Thema Versicherung eine Brücke zum meinem jüngsten Oldtimer-Thema.

Denn in meinem großen Auto-Blog habe ich mich vor einigen Tagen ebenfalls mit der Versicherung von Oldtimern beschäftigt. Anders als „normale“ Kfz-Versicherungen werden Oldtimer-Versicherungen über einen bestimmten Wert abgeschlossen. Wessen Oldie heftig an Wert zugelegt hat, der fährt oft dramatisch unterversichert durch die Gegend.

Zurück nach Bielefeld

Was die Brücke zum nächsten Autoblog schlägt, das ich in dieser Blogschau am Wickel habe. Dabei geht es tatsächlich zurück nach Bielefeld. Denn offensichtlich hat Jens seinen Geschäftspartner Jan, beide betreiben zusammen einen aktiven Videokanal, auf den Geschmack gebracht.

Jan träumt von einem Porsche 911. Doch der Autoblogger muss sich eingestehen, dass der Klassiker aus Zuffenhausen seine aktuelle Zahlungsbereitschaft überfordert. Kein Wunder, ist der 911 doch gemeinhin ein Musterexemplar für die zurzeit überzogenen Preise, wie die Geschichte von einem guten Freund zeigt.

Der Freund hat sich vor einigen Jahren einen 911er aus den frühen 1980er-Jahren gekauft. Aus Erstbesitz von der Mutter eines weiteren Bekannten, die den Sportwagen stets brav im Porsche-Zentrum pflegen lies. Damals wollte niemand das knapp 20 Jahre alte Auto haben, das drückte den Preis.

Letzten Sommer haben wir mit dem 911 noch eine ausgedehnte Spritztour unternommen. Schon dabei überlegte der Fahrzeugbesitzer, das Auto zu verkaufen. Ich empfahl „Fahrspaß statt Rendite“. Trotzdem wurde der Porsche jetzt verkauft, mit einem Wertzuwachs von rund 12% pro Jahr – das übersteigt sogar den Ratenzahlungszuschlag.

Veröffentlicht von Tom Schwede

Tom lernte mit dem C64 die Welt der Informatik kennen. 1997 baute Tom seine erste Homepage und bloggt seitdem regelmäßig über Autos und Mobilität, Politik und Geschichte sowie das Internet.

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