Es ist gar nicht lange her, da verband man mit Elektroautos höchstens die britischen „Milk floats“. Von Zeit zu Zeit tauchte in der Presse einmal ein Forschungsauto auf, das – in den Augen seiner Erbauer – die Zukunft repräsentieren sollte. Bis vor wenigen Jahren war Standard, dass diese Forschungsprojekte nicht die Serienreife erreichen.
Im Handel kann man längst Elektroautos kaufen. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Hybrid-Fahrzeuge. Auch reine Elektrofahrzeuge sind im Angebot. Die Hersteller und Umrüster bedienen dabei fast das gesamte Spektrum des Marktes. Besonders beliebt sind dabei scheinbar Sportwagen. Denn neben Tesla bedienen weitere Hersteller wie PG Elektrus oder The Lightning Car Company dieses Marktsegment.
Es scheint fast so, als ob nun tatsächlich langsam das automobile Elektrozeitalter vor der Tür stehen könnte. Ganz kann ich das zwar immer noch nicht glauben. Doch man kann beobachten, dass sich nun auch die Großen der Zunft ganz selbstverständlich und ohne Berührungsängste mit dem nativen Elektroauto beschäftigen.
Da ist es kein Wunder, dass das Thema inzwischen auch die Motorsport-Szene erreicht hat. In den Boliden der Formel 1 und in den Sportprototypen in Le Mans stecken längst Elektromotoren, die beim Beschleunigen für zusätzliche Schubkraft sorgen. Der dazu notwendige Strom wird beim Bremsen erzeugt.
Toyota, die Nummer 1 aus Japan, geht nun noch einen Schritt weiter. Im August des vergangenen Jahres hat man mit dem Elektrofahrzeug „TMG EV P001“ auf der Nordschleife des Nürburgrings einen neuen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Nun soll der von der Toyota Motorsport GmbH in Köln gebaute Sportwagen in Nordamerika für Aufsehen sorgen.
Die auf den Namen TMG EV P002 getaufte Weiterentwicklung des Rekordjägers nimmt am 8. Juli 2012 das Pikes Peak International Bergrennen in Colorado in Angriff. Der auf einem Radical basierende TMG EV P002 wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Mit einer Leistung von zusammen rund 480 PS (350 kW) beschleunigen sie den Sportwagen in der Pikes Peak Ausführung auf eine Höchstgeschwindigkeit von circa 240 km/h.
In einem Video, das die Japaner aus Köln im Mai bei Testfahrten in Paul Richard gedreht haben, kann man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie sich Motorsport in Zukunft gestalten könnte.
Mein Fazit ist einfach: „Motorsport mit Elektrofahrzeugen sieht nicht anders aus, er hört sich nur anders an!“
Auch wenn mir etwas fehlt. Denn der Sound der Motoren stellt für mich einfach ein wichtiger Bestandteil des Gesamterlebnispakets Motorsport dar. Insofern tue ich mich mit dem TMG EV P002 in der Tat etwas schwer, auch wenn die Technik des Rennwagens unter dem Kunststoffkleid natürlich fasziniert und bei einem Bergrennen vielleicht sogar einen echten Vorteil bietet.
Denn das Bergrennen am Pikes Peak beginnt in einer Höhe von 2.800 Metern und endet auf 4.300 Metern Höhe. Während die Verbrennungsmotoren wegen der dünnen Höhenluft auf dem Weg nach oben Leistung verlieren, können die Elektromotoren des Toyotas auf der gesamten Strecke die volle Leistung zur Verfügung stellen.
Tags: Colorado, Elektroauto, Köln, Milk floats, Paul Richard, Pikes Peak, Pikes Peak International, Sportwagen, Tesla, TMG, Toyota
Ja! Denn wichtig sind die Geschwindigkeit und Zweikämpfe. Der Krach stört doch eher und schreckt wahrscheinlich sogar Zuschauer ab. Außerdem macht der Krach den Betrieb von Rennstrecken immer schwieriger. S.h. Spa, oder jetzt beim Bau der neuen Strecke in OWL
Also ich finde den Sound auch extrem wichtig. Guck Dir doch mal die Luftpumpen in Le Mans an.
Pingback: Oldtimer-Revier | Pikes Peak Bergrennen 2012 verschoben